Du hast viel recherchiert und bist zu der Überzeugung gekommen, dass Ratten Dein Leben bereichern können? Dann fragst Du Dich vielleicht auch, wievielen Ratten Du ein Zuhause geben möchtest.
Ratten sind sehr sozial, aber kleine Individuen
Farbratten mögen domestiziert sein, aber wie ihre wilde Verwandtschaft auch sind sie soziale Kreaturen, die sich in einem Rudel am wohlsten fühlen. Leider gibt es immer noch die weitverbreitete Annahme, dass Ratten schon zu Zweit glücklich sein können. Aus eigener, langjähriger Erfahrung können wir sagen, dass das so nicht ganz stimmt. Zwar können Ratten durchaus eine Weile zu zweit oder auch alleine sein, aber eine Dauerlösung ist das gewiss nicht.
Unsere Empfehlung? Mindestens vier Ratten sollten es sein.
Ab vier Tieren findet sich immer eines, mit dem man kuscheln oder spielen kann, oder einfach eine Ratte, mit der man sich gut versteht. Denn dass Ratten Freundschaften bilden und Animositäten pflegen, das werden Dir erfahrene Ratten-Eltern sofort bestätigen.
Unser Joel beispielsweise war in seinem 3er-Rudel sehr unglücklich. Die beiden Kumpels Adam und Garrett waren unzertrennlich und Garrett grenzte den kleinen Zwerg zeitweise deutlich aus. Wann immer Joel es sich an Adams Seite gemütlich gemacht hatte, wurde er von dem Grauen verscheucht. Dann kamen die Brüder Corvo und Karl, dazu und siehe da, mit Corvo verstand sich Joel fast auf Anhieb so gut, dass der Große ihn bei ihren Spiel-Kämpfen fast immer gewinnen ließ.
Ein altersgemischtes Rudel ist entspannter
Leider haben Ratten eine vergleichsweise kurze Lebensspanne von durchschnittlich zwei Jahren. Das bedeutet, dass es in einem kleinen Rudel mit gleichaltrigen Tieren vorkommen kann, dass eine Ratte ganz schnell alleine übrig bleibt. Für diese sozialen Tiere ist das meistens sehr stressig.
Daher macht es durchaus Sinn, vom Alter her zu mischen. Spätestens dann, wenn Deine ersten Ratten etwa ein bis eineinhalb Jahre alt sind, solltest Du darüber nachdenken, jüngere Ratten dazu zu integrieren. Dann wird es auch Zeit, Deinen Ratten-Käfig entsprechend umzugestalten. Für die älteren Semester sind jetzt Rampen bequemer, um von einer Ebene zur anderen zu kommen, während die Jungspunde anspruchsvolle Klettermöglichkeiten dankend annehmen. Für den Fall, dass sich eine ältere Ratte doch auf einen prekären Hochsitz verirrt, empfehlen wir Hängematten als Fallschutz darunter oder daneben anzubringen.
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