Einen Ratten-Käfig einrichten

Einen Ratten-Käfig einrichten

Für die Einrichtung Eures Ratten-Käfigs solltet Ihr Euch eines vor Augen führen: Ratten verbringen - mit Ausnahme des täglichen Auslaufs - meist einen Großteil ihrer Zeit im Käfig. Es sei denn, Ihr könnt ihnen dauerhaften Freilauf gewähren. Daher sollte der Käfig so groß wie möglich sein und abwechslungsreich gestaltet werden, mit Zonen zum Schlafen, Fressen oder Spielen und Entdecken.

Ein artgerecht eingerichteter Ratten-Käfig lässt viel Platz zum Laufen und Entdecken. Was bedeutet, dass Ihr mindestens drei, besser vier Volletagen braucht. Diese bieten Euch auch ausreichend Möglichkeit, für Eure Süßen ein spannendes Heim zu gestalten.

Beispiele zur Einrichtung der einzelnen Etagen 

Unser bewährter Standard-Käfig hat die Innenmaße von ca. 90 cm Breite, 60 cm Tiefe und 140 cm Höhe. Das entspricht den Modellen “Nagerkäfig Maximus” und “TIAKI Kleintierkäfig Étagère”. Hier passen locker vier Volletagen hinein.

 

Jede Volletage hat ein ausreichend großes Loch, durch das die Tiere hinein und hinaus gelangen können. Diese Löcher sollten sich sinnvollerweise seitlich hinten befinden. Der Grund ist der, dass ihr, wenn eure Tiere älter werden, auf Rampen als Aufstiegshilfe zurückgreifen werdet. Diese sollten sich hinten im Käfig befinden, damit ihr beim Saubermachen. Füttern etc. besseren Zugriff auf die einzelnen Etagen habt.   

Beide genannten Käfige kommen bereits mit zwei Volletagen (die unterste und die mittlere Ebene) und zwei kleineren Halbetagen mit Leitern.Diese sind auf zwei Käfig-Module, unten und oben, verteilt. Beide Module, oder Hälften, haben in etwa die Maße von 90 cm × 60 cm × 70 cm. Wenn Ihr pro Hälfte noch eine zusätzliche Volletage eingebaut, sollte diese in circa der Höhe von 30 cm bis 35 cm eingebaut werden. So passen auch noch Häuser und Hängematten hinein. Außerdem sind die Aufstiege zu den einzelnen Etagen, wenn Ihr dafür Rampen verwendet, dann nicht gar so steil.


Käfigeinrichtung für vier Volletagen (und eine Halbetage)
In diesem Beispiel gibt es vier Volletagen mit einer jeweiligen Höhe von ca. 30 cm. Auf der obersten Etage befindet sich zusätzlich eine Halbetage von ca. 45 cm Breite und 60 cm Tiefe. Alternativ könnt ihr diese aber auch weglassen.

Käfig-Modul oben

Da Ratten es lieben, ihre Umgebung zu beobachten und zu klettern, eignet sich die obere Hälfte des Käfigs als Schlaf- und Kletterparadies. Fangen wir mit der Halbetage an. Hier hängt ein Sputnik vom Käfigdach, ein oder zwei Plattformen, z. B. Korkast-Scheiben werden daneben an der Käfigwand befestigt und dienen als Einstiegshilfe. Auf der anderen Seite des Sputniks führt der Weg über eine oder mehrere Hängematten zur anderen Seite des Käfigs. Wenn Ihr keine Halbetage anbietet, achtet darauf, dass überall Aufgänge vorhanden sind und Fallschutz besteht.  


Auf der Volletage darunter steht auf der gegenüberliegenden Seite zur Halbetage ein großes Rudelhaus. Beispielsweise eine Kaninchenhöhle. Diese ist nicht nur ausreichend groß, das flache Dach dient auch als zusätzliche Etage und als weiterer Einstieg in die Hängematten oder weitere Sputniks. 


Eine oder zwei Plattformen dienen auch hier als Aufstiegshilfe von der Volletage auf das Hausdach. Unterhalb der Halbetage befindet sich ein Klo. An den freien Käfig-Wänden sind hängende Knabber-Spielsachen befestigt. Und mehr braucht es hier erst einmal nicht.    


Auf die Volletage darunter gelangen die Tiere über eine lange Rampe, die diagonal über die Käfig-Rückseite läuft, oder weitere Plattformen aus Holz oder Kork. Diese werden entweder diagonal an der hinteren Käfigwand angebracht, oder führen an der Käfig-Seite nach unten. Auf der Volletage selber gibt es ein kleines Haus mit zwei Eingängen und gegebenenfalls ein kleines Eckhaus, Futter und Wasser sowie ein oder zwei Hängematten. Da viele Ratten ihr Futter lieber alleine und in Ruhe verspeisen wollen, lohnt es sich, hier mehrere Rückzugsorte anzubieten.

Mit Plattformen, Röhren etc. könnt Ihr hier auch wieder unterschiedliche Möglichkeiten zum Klettern anbieten.

Käfig-Modul unten
Die untere Käfig-Hälfte ist bei uns die Spielzone mit viel Platz zum Laufen und weniger Rückzugsmöglichkeiten. Wieder führt eine Rampe nach unten (alternativ sind es Plattformen). Die Volletage verfügt über einen Unterstand und eine Hängematte. Plattformen dienen als Kletterparcours und Einstiegshilfe in die Hängematte. Das flache Dach des Unterstandes wird übrigens auch gerne für ein Nickerchen nach dem Spielen genutzt.

Auf der untersten Etage, wieder mit einer Rampe verbunden, gibt es einen großen Keramiknapf, in dem sich Weidenbälle, Korken, Plastik-Spielbälle für Katzen (wichtig: Hartplastik!), Knabberzweige und weitere Knabbersachen befinden. Außerdem stehen dort die zweite Futter- und Wasserstation sowie ein zusätzliches Klo. Weitere, hängende Knabberspielzeuge ergänzen das Angebot.

Kork- oder Plastikröhren im Käfig?
Röhren sind bei Ratten sehr beliebt und können problemlos im Käfig angeboten werden. Wir verwenden beispielsweise Plastikröhren, um die Halbetage ganz oben mit dem Rudelhaus auf der gegenüberliegenden Seite zu verbinden. Korkröhren können viel Platz wegnehmen, wenn Ihr sie auf der Ebene platziert. Alternativ bieten sie sich aber als tolles Kuschelnest an, wenn Ihr sie an der Käfigseite anbringt.

Wie viele Klos anbieten?
Das kommt ein bisschen auf Euer Rudel an. Bei unseren maximal fünf Rudel-Mitgliedern reichen drei Klos aus. Die Tiere zeigen Euch in der Regel selber an, wo es hingehört.

Inspirationen zur Käfigeinrichtung findet Ihr übrigens hier, in der Rubrik mit gleichem Namen.